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Nemo
Unser Kater Nemo ist ein seltsames Tier ;-)
Ich kenne keine Katze, welche sich so gerne streicheln lässt und so menschenbezogen ist, wie unser Nemo...
Eigentlich sollte Nemo ja ein Spielgefährte für unsere Katze Tessie werden - Tessie wohnte früher einmal bei uns, fühlte sich aber nie richtig wohl. Es lag wohl an den Hunden, oder vielleicht konnte sie auch einfach mit mir nicht ;-)
Tessie zog irgendwann freiwillig aus - kein Witz - sie wählte unsere Nachbarin, als neues "Frauli" und seitdem leben die beiden glücklich ein Stockwerk höher!
Aber zurück zu Nemo- ich kann mich noch genau erinnern, als wir in der Zeitung lasen "Katzen zu verschenken". Als wir an der Adresse ankamen, waren eigentlich alle Katzen schon weg; alle außer Nemo.
Nemo war kein kleines Mini-Kätzchen mehr - er war schon ein bisschen größer und mir hat er sofort gefallen. Als sein damaliger Besitzer noch erzählte, dass Nemo gerne mit ihm Fussball guckt (es lief die EM 2004), war mir eigentlich klar "coole Katze" ;-)
Als wir Nemo dann ins Auto verfrachten wollte, gab es ein Problem - Nemo kannte noch keine Hunde - zumindest galt für Ihn: "Hunde sind Feinde" ;-)
Mogli und Jenny waren aber auch mit dabei - im BMW Cabrio...
naja, was soll ich lange erzählen *grins* Andrea kam mit Nemo ins Auto - nahm ihn auf den Schoß und Nemo sah die Hunde:
Fauch * Spuck * Kratz * Angstbisel *
...und Nemo war nicht mehr gesehen - gerochen hat man seinen Angsbisler allerding noch *würg*
Als wir Nemo wieder eingefangen hatten, mussten die Hunde in den Kofferaum - zum Glück hatten wir nicht weit nach Hause - Mogli und Jenny fanden das gar nicht toll, dass sie nur noch durch die Skisacköffnung kucken konnten ;-)
Nemo lebte sich allerdings überraschend schnell ein und begann auch mit den Hunden Freundschaft - oder sagen wir lieber - Waffenstillstand zu schließen.
Noch heute antwortet Mogli auf Nemo´s schnurren mit einem Knurren - das liegt wahrscheinlich daran, dass die Schnurrerei von Nemo schon an Ruhestörung grenzt...
Nemo sollte ja eigentliche eine Hauskatze werden - was ihn ursprünglich auch überhaupt nicht störte. Allerdings begann er nach ca. 1 1/2 Jahren derart heftig in der Wohnung zu spielen, dass wir schon überlegten Ihn vielleicht doch rauszulassen.
Aber Nemo war uns so ans Herz gewachsen und wir hatten einfach zuviel Angst, dass er überfahren werden könnte...
Nach wie vor, bin ich der Überzeugung, dass unserem Nemo Hände gewachsen sind, sobald wir aus dem Haus gingen. Er versteckte den Ehering von Andrea unter´m Teppich in der Küche - er lag vorher im Bad auf dem Waschbeckenschränkchen.
Er hatte es sogar mal geschafft, mein Handy so unter den Kratzbaum zu platzieren, dass man es überhaupt nicht mehr gesehen hat. Gut dass der Akku noch nicht leer und das Handy an war. Mein verdutztes Gesicht könnt Ihr Euch vorstellen :) (Unser Magical Mr. Mistoffelees ;-))
Plötzlich war Nemo ziemlich ruhig - er spielte nicht mehr viel und guckte mehr und mehr aus dem Fenster - und es kam wie es kommen musste: Nemo entwischte!
Sooo schlimm wäre das nun gar nicht gewesen, hätte Nemo nicht gerade Penicillin bekommen, weil er irgendeinen Katzenvirus aufgeschnappt hatte...
...und es wäre auch weniger schlimm gewesen, hätte es nicht gerade 50cm Schnee gehabt und wenigsten plus und nicht extreme Minusgrade...
Wir haben gesucht, gerufen und wieder gesucht - tagelang - wochenlang.
Wir hatten Flyer angefertigt mit "Findet Nemo" - Kinder aus der Nachbarschaft unterstützten uns - der ganze Ort wusste, dass unser Kater Nemo heißt und wir ihn verzweifelt suchen.
Es wurden uns sogar falsche schwarze Katzen gebracht...
Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben und Nemo zumindest gewünscht, dass er eine andere nette Familie gefunden hat und dort glücklich ist.
Andrea hat aber trotzdem jeden Tag etwas Futter auf den Balkon gestellt. Die ersten 14 Tage passierte nichts - dann aber wurde jede Nacht das Futter leergefressen - allerdings keine Spur von Nemo.
Irgendwann hörte Andrea etwas und schaut auf den Balkon - und siehe da, wer frisst da?
Unser Nemo!!! (4 Wochen später!!)
Er war aber so erschrocken, dass er erst mal weglief, nur durch zuckersüßes zureden kam er schließlich zu Andrea.
Nemo war total abgemagert und hatte über 20 Zecken - er wurde wieder hochgepäppelt und heute sieht man davon rein gar nichts mehr ;-)
Nemo hatte damals nicht mehr die geringste Lust nach draussen zu gehen - er hatte Angst davor. Nach einiger Zeit aber wollte er unbedingt wieder raus - nachdem er immer wieder flüchtete, haben wir uns entschlossen ihn rauszulassen.
Er kommt und geht nun, wie es ihm passt. Er ist aber sehr selten länger weg, als einen Tag.
Allerdings darf Nemo nur noch unter Aufsicht die heimischen Räume betreten. Er findet es nämlich ziemlich witzig eine Maus mit nach Hause zu bringen - insbesondere, wenn diese noch leben.
Er hat dann zu Hause etwas zu spielen und findet es urkomisch, wenn die Hunde in heller Aufregung die Mäuse suchen...
Über Nemo´s Streiche könnte man hier noch weitaus mehr schreiben, aber es würde wohl den Rahmen sprengen - schaut Euch einfach die Foto´s an - da kann man gut erkennen, was für ein Scherzkeks er ist ;-)







